Weihnachtsliteratur

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KARÁCSONY – WEIHNACHTEN

Ein Weihnachtsgedicht von Ady Endre
Aus dem Ungarischen nachempfunden von hojos

I. In meinem lieben kleinen Dorf

Die Glocke tönt, das Lied erklingt,
weit reicht der Dank.
In meinem lieben kleinen Dorf
wenden sich zu Weihnachten
alle Seelen tief nach innen.

Jeder sinkt mit Andacht betend
auf die Knie.
In mein liebes kleines Dorf
bringt der Messias
neuerlich das Glück.

Zur Kirche strömen in langer Reihe
die Jungen und die Alten.
In meinem lieben kleinen Dorf
danken sie
dem allerhöchsten Gott.

Als ob der große Gott hier unten
seine heilige Gnade flüstern würde und senden.
In meinem lieben kleinen Dorf
wohnt in jedem Herzen
heute nur die Liebe.

II. Die große Stadt

Die große Stadt und grobes Lärmen
sie bedrücken meine Seele.

Es wäre doch so schön zu feiern, überall zuhause.
Es wäre doch so schön, aus reinem Herzen – so wie einst – zu beten.
Es wäre doch so schön, ganz still zu werden.
Es wäre doch so schön, alles, alles, zu vergessen.
Es wäre doch so schön, zu spielen, ein Kind zu sein.

Mit wahrem Glauben, mit Kinderherzen,
mit der Welt sich versöhnen,
in Liebe selig werden.

III. Weihnachtliches Märchen

Wenn es das gäbe,
dieses schöne Märchen,
oh, welch große Freude käme
auf die Erde.
Der schlechte Mensch
er würde wieder menschlich sein,
sein eigener Talisman
auf dunklem Wege.

Kein Golgatha gäbe es,
in diesem irdischen Leben,
eine Kraft hätte gewirkt
in allen Dingen.
Keine andere Religion gäbe es,
nur die eine:
Gott anzubeten
und einander zu lieben …

Weihnachtliches Märchen

Wäre es wahr,
reines Glück
käme auf die Erde ...


hojos
vor dem Weihnachtsfest