Interview mit Kommerzialrat Gerhard Korkisch

Am 15. September 2011 wurde im Festssaal des Orthopädischen Spitals in Speising der 10. Hietzinger Mercur verliehen. Mit der Bautischlerei Fellner und Herrn KR Gerhard Korkisch waren zwei Ober St. Veiter Unternehmer unter den Ausgezeichneten. Wir hatten Gelegenheit, mit KR Korkisch darüber zu sprechen.
06.10.2011

Frage
Sehr geehrter Herr Kommerzialrat Korkisch, am 15. September sind Sie neuerlich (nach 2003) mit dem Hietzinger Mercur ausgezeichnet worden, dafür gratulieren wir herzlich. Wofür haben Sie ihn bekommen?


KR Korkisch
Ich habe den Hietzinger Mercur für meine langjährige Arbeit zu Gunsten von Umwelt und Ressourcen, speziell auch in Hietzing, bekommen. Anschließend an die Ausstattung der Ober St. Veiter Volksschule mit einer Fotovoltaikanlage mit Anzeigetafel beim Schuleingang habe ich auch angeregt, einen Vortrag über die Nutzung der Sonnenenergie zu halten. Frau Dir. Dabsch hat alle Lehreinnen dafür begeistern können und so haben Dipl.-Ing. Edwin Piskernik und ich in allen Volksschulklassen Vorträge mit einem „Lokalaugenschein der PV Anlage am Dach“ gehalten. Ich habe auch in meiner Dankesrede angeregt, für alle Kindergärten und Schulen in Hietzing die Dachlandschaften anzuschauen, ob und in welcher Größe Solaranlagen gebaut werden können und darüber einen Kataster anzulegen. Wenn man das weiß, dann können vielleicht Bürger – Elternbeteiligungen gebildet werden, die in den einzelnen Kindergärten und Schulen anregen, Solaranlagen zu bauen und auch Wege der Finanzierung suchen. So könnte man trachten, in jeder Schule eine Solaranlage zu bekommen.


Frage

Ihr intensives persönliches Engagement ist ja weit über unsere Region hinaus bekannt. Wird dieses Bestreben auch im Unternehmen weitergetragen?


KR Korkisch
Auch die mir nachfolgende Generation, die ja jetzt verantwortlich tätig ist, macht in meinem Sinn weiter. Mein Neffe Peter Hnidek als Geschäftsführer und auch die Mitarbeiter setzten sich immer mehr für erneuerbare Energie ein. Wir haben jetzt eine Abteilung Fotovoltaik, und auch bei den Installateuren für Warmwasserheizungen, Pelletsheizungen, Wärmepumpen etc. ist die Nachhaltigkeit für uns alle ein Thema, und da bieten wir auch entsprechendes an. Wir können die Kunden beraten, wie sie ihr Haus möglichst weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgen. Auch die neue Lichttechnik auf LED-Basis ist hier ein wesentlicher Faktor. Natürlich gibt es auf diesen Gebieten permanenten Lernbedarf. Wir müssen uns laufend weiter entwickeln und senden unsere Mitarbeiter permanent auf Schulungen.


Frage

Wie honoriert das der Kunde?


KR Korkisch
Wir merken immer wieder, dass unser Engagement auch von den Kunden erkannt wird. Viele sehen uns im Bezirk als die Vorreiter für erneuerbare Energie. Wir werden als Unternehmen gesehen, das nicht stehen bleibt, sondern neue Sachen aufnimmt. Wir haben hier ohne Zweifel ein positives Image und wir gelten auch als Kompetent auf diesen Gebieten.


Frage 
Ist das Bemühen um die Nachhaltigkeit bei der Korkisch Haustechnik auch betriebsintern wirksam?


KR Korkisch
Natürlich wenden wir diese Techniken auch betriebsintern an, um möglichst sparsam arbeiten zu können. Wir achten in diesem Sinne auch auf andere Bereiche, wie etwa die umfangreiche Autoflotte.


Frage

Wie haben Sie die Veranstaltung des 10. Hietzinger Mercur als Ganzes empfunden?


KR Korkisch
Der Hietzinger Mercur insgesamt ist eine gelungene Einrichtung, wo viele Klein und Mittelbetriebe Preise bekommen. Für mich war und ist es immer wichtig, diese Betriebe unbedingt zu erhalten, weil diese Strukturen – so wie die Einkaufsstraßen – für die Bürger sehr wertvoll sind. Der Mercur ist eine Auszeichnung, die uns zeigt, dass unser Einsatz bemerkt und anerkannt wird und die uns ermuntert, in diese Richtung weiter zu arbeiten. Der Spartenobmann Handel Österreich und GR Dr. Fritz Aichinger als Vertreter der Präsidentin Jank hat dann von mir unser Firmenmaskottchen, unseren Nasi, überreicht bekommen. Nasi soll ihn erinnern, mehr auf die Ökologie und nicht nur auf die Ökonomie zu schauen. Ich habe mich dann in der Laudatio, wo ich gebeten habe, als Letzter sprechen zu dürfen, sehr bedankt, auch dafür, dass die Jury für meinen Merkur über den schwarzen Tellerrand in die rote Sonne geschaut hat.


Frage

Tut die Bezirkspolitik das selten?


KR Korkisch
Das tut sie leider nicht sehr oft.

Weitere Fotos von der Verleihung des 10. Hietzinger Mercur sind auf http://www.hietzing.at/.

hojos
6. Oktober 2011