Ein Spaziergang durch Hietzing

Jahrelang dokumentierte Rudolf Wawra die Gegebenheiten und die Veränderungen in Wien-Hietzing mit seiner Kamera. Bis 19. November 2011 zeigte eine Ausstellung im Bezirksmuseum einen Teil seines Werkes. Am 8. September wurde die Ausstellung feierlich eröffnet.
08.09.2011

Vorweg eine Kurzbiografie Rudolf Wawras: 

Geboren 1938 in Guntramsdorf als drittes von vier Kindern von Rudolf und Emilie Wawra. Den 2. Weltkrieg als Kind hautnah miterlebt - Alarm, Luftschutzkeller, Bombenangriffe, Flakabwehr, abstürzende Flugzeuge und andere unschöne Erlebnisse mehr. Gegen Kriegsende verließ seine Mutter mit den vier Kindern Guntramsdorf Richtung Westen. Im oberen Ennstal hat die Familie Quartier gefunden, die Pflichtschule wurde in Gröbming absolviert. 1953 Übersiedelung erst nach Brunn am Gebirge, dann wieder Guntramsdorf, Kaufmannslehre im Eisenhandel bei der Firma Berghofer in Wien 15. Seit 1963 mit Gattin Edith verheiratet, 1965 nach Wien, und zwar des Kleingartens am Trazerberg wegen in die Einsiedeleigasse gezogen. 1969 Geburt des Sohnes Marko. Hobbys: Natur, Garten und daraus entstand die Leidenschaft zum Fotografieren.

Im Rahmen einer sehr gelungenen Veranstaltung wurde heute im Bezirksmuseum Hietzing die Ausstellung mit Fotos von Rudolf Wawra eröffnet. In lockerer und heiterer Atmosphäre formten sich die Reden von Museumsleiter Prof. Felix Steinwandtner, Rudolf Wawra und Bezirksvorsteher Dipl.-Ing. Gerstbach mit musikalischer Kontrapunktik – bis hin zum "I hab' halt a Faible für Ober St. Veit" – zu einem gut abgestimmten Ganzen. Spontane Beträge wie die Geburtstagsgratulation an Werner Schranz und der wohlgesetzte Streit zwischen Vater und Tochter Schranz, ob es sich um den 69. oder 70. Geburtstag handelt, gaben dem die letzte Würze.

Doch hatte die Veranstaltung auch etwas Feierliches an sich, denn letztendlich handelte es sich nicht nur um eine Ausstellungseröffnung, sondern auch um eine Würdigung der Person Rudolf Wawras, der sich seit Jahrzehnten in engagierter und nachhaltiger Weise für unsere Region einsetzt. Dazu zählen die freiwillige Arbeit z.B. im Kleingartenverein und für das Bezirksmuseum Hietzing, aber auch der scharfe Blick für jede nachteilige Entwicklung im Grätzl und darüber hinaus. Das machte ihn zur erstrangigen Anlaufstelle vieler Bürger in so mancher heiklen Frage. Gewürdigt wurde das nicht nur durch die Worte der Redner, sondern auch durch die rege Teilnahme des zahlreich erschienenen Publikums.

Die Ansprache von Herrn Rudolf Wawra kann als mp3-File heruntergeladen werden (je nach Verbindung kann das Laden einige Zeit dauern).

Die anschließend gezeigte Ausstellung fand mit ihren spannenden Schnappschüssen, den historischen Ansichten und auch den interessanten Vergleichen einst und heute reges Interesse und Rudolf Wawra war in seinem Element. Gerne erläuterte er die Besonderheit dieser oder jener Perspektive. Nur das reichliche, von der Familie Wawra bereitgestellte Buffet war dem noch gewachsen.

I hab halt a Faible für Ober St. Veit
Conny Sandera singt das Lied im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Ein Spaziergang durch Hietzing" mit Fotos von Rudolf Wawra. Zu sehen ist eine Diashow mit Fotos von dieser Veranstaltung.
08.09.2011

hojos
8. September 2011