Venustransit am 6. Juni 2012

Beobachtet am Roten Berg von 4:55 bis 6:55 Uhr
06.06.2012

Bei einem Venustransit stehen Sonne, Venus und Erde in einer Linie. Er gleicht damit einer Sonnenfinsternis, wobei sich statt dem Mond die Venus vor die Sonne schiebt und diese verdunkelt. Allerdings ruft ein Venustransit wegen der großen Distanz zwischen Erde und Venus keine merkliche Verdunkelung auf der Erde hervor, das einzig Sichtbare ist ein winziger Punkt auf der Sonne. Diese Konstellation tritt höchstens zweimal in einem Jahrhundert ein. Die letzten Venusdurchgänge waren 1874, 1882 und 2004. Mehr dazu auf Wikipedia.

Eine Möglichkeit zur Beobachtung bot der "Rote Berg". Er hat einen ausreichend tiefen Horizont, um den Venustransit ab dem Sonnenaufgang um 4:55 Uhr im Nordosten beobachten zu können. Als besondere Gelegenheit lud der Verein der Kuffner-Sternwarte an diesem Standort und und stellte Beobachtungsmöglichkeiten des Venustransits mit eigens aufgebauten Teleskopen zur Verfügung. Die vom ORF gezählten 300 Frühaufsteher waren es wohl nicht, die dieses Angebot annahmen, aber doch ein beachtliches, mit Schutzbrillen, Teleskopen, Foto- und Videoausrüstung oder zumindest großem Interesse ausgestattetes Grüppchen. Das Wetter war ideal und über den schwarzen Punkt auf der Sonne hinaus konnte ein herrlicher Sonnenaufgang beobachtet werden.

Der Venustransit. Verlauf der Sonne während des Venustransits am Roten Berg am 6. Juni 2012 © Verein der Kuffner Sternwarte

Hier eine Fotoreportage von dem Ereignis:

Quellen:
Verein Kuffner Sternwarte

hojos
am 6. Juni 2012