Liebe Ober-St. Veiterinnen, liebe Ober-St. Veiter!

09.03.2012

Nach insgesamt 26 Jahren Tätigkeit im Bezirksparlament habe ich mit Ende Februar meine Funktion zurückgelegt und es ist mir ein Anliegen, mich von Ihnen nach 13 Jahren als Stellvertreterin unseres Bezirksvorstehers Heinz Gerstbach persönlich zu verabschieden. Ich werde mich zwar nun in der Pension ganz der Familie widmen, aber die Geschicke unseres Bezirks liegen mir natürlich weiter am Herzen.

Die Zusammenarbeit mit Heinz Gerstbach war all die Jahre die denkbar beste, und ich glaube, wir haben für Hietzing auch viel erreicht: Seit Beginn der Dezentralisierung wurden alle städtischen Schulen, Kindergärten, Parks und Kinderspielplätze des Bezirks vorbildlich saniert, zwei neue Spielplätze geschaffen und der Hackinger Schlosspark für die Bevölkerung geöffnet. Und endlich ist aus der Hietzinger Hauptstraße wieder eine „schöne“ Hauptstraße geworden.

Es freut mich auch besonders, dass in letzter Minute der Abriss des Gründerzeithauses Hietzinger Hauptstraße 100 verhindert werden konnte und somit wieder ein Stück Ober St. Veiter Ortsbild erhalten wurde!

Gewonnen haben wir auch den jahrelangen Kampf um die Erhaltung und Nutzung der sogenannten Klimtvilla. Die Entdeckung des letzten Ateliers von Gustav Klimt fiel gerade in die ersten Tage meiner Stellvertretertätigkeit. Und es ist schön, dass nun am Ende, nach großen Bemühungen gemeinsam mit dem Klimtverein, dem Comeniusinstitut und vielen engagierten Menschen noch heuer im Klimtjahr das renovierte Haus der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein wird!

13 Jahre Gestaltung der Festwochen und zahlreiche Kulturinitiativen, wie Ausstellungen, Konzerte und Lesungen waren mir immer ein großes Anliegen. Auch die Schaffung der Hietzinger Bezirksakademie als Initiative der Bezirksvorstehung war mir sehr wichtig. Ich glaube das Kulturangebot in Hietzing ist trotz großer Sparsamkeit wienweit unübertroffen.

Es gibt aber immer noch viel zu tun: Gerade in Ober St. Veit fehlen ausreichend öffentliche Kinderbetreuungsplätze für unter Dreijährige und die Nachmittagsbetreuung für Pflichtschulkinder. Hier ist noch großer Handlungsbedarf.

Weiterkämpfen werde ich auch im Ruhestand, dass das Naturschutzgebiet Hörndlwald nicht verkauft und verbaut wird. Dieses herrliche Naherholungsgebiet darf nicht den Budgetnöten der Stadt geopfert werden und die Zukunft unseres schönen Bezirks kann uns nicht egal sein!

Meine Nachfolgerin Mag. Silke Kobald hat bereits ihre Tätigkeit aufgenommen, ich wünsche ihr viel  Erfolg und viel Freude und Spaß an der Arbeit, wie ich es (fast immer) erleben durfte!

Ich aber danke Ihnen für Ihr Vertrauen über all die Jahre und freue mich auf ein Wiedersehen in Ober St. Veit!

Ihre Dorothea Drlik

BV-Stv. a.D.

Im März 2012