Friedrich Julius Bieber

Die Biografie über den Ober St. Veiter Afrikaforscher.
22.07.2013

Das Heft hat 60 Seiten und kann in einer deutschen und einer englischen Version um jeweils € 17,90 an folgenden Stellen erworben werden:

Bezirksmuseum Hietzing, 1130 Wien, Am Platz 2 (während der Ferien leider geschlossen)
Bücher & Geschenkeladen in der Passage in der Hietzinger Hauptstraße 147 (die deutsche Version ist lagernd)
oder per Mail an hojos@1133.at (zum Buchpreis von € 17,90 kommt innerhalb Österreichs ein Versandkostenpauschlae von € 5,–).

Wer aufmerksam am Haus Auhofstraße 144 vorbeigeht, entdeckt eine Steintafel mit Aufschrift und Umrissen des afrikanischen Kontinents. Etwas ungewöhnlich für das "Dorf in der Stadt", könnte man meinen. Aber das passt zu Friedrich Julius Bieber, der einst hier wohnte: Auch er war ungewöhnlich. Allerdings war es bisher nicht einfach, sich über das Leben des Afrikaforschers Friedrich Julius Bieber zu informieren. Das erste Heft der neuen "Hietzinger Schriftenreihe" des Bezirksmuseums Hietzing, das am 24. Februar 2012 erschienen ist, hat das geändert. Biebers Leben wird darin ausführlich und trotzdem in geraffter und leicht lesbarer Weise beschrieben, der Text ist mit vielen Fotos aufgelockert.

Die wahre Bedeutung Friedrich Julius Biebers bestätigte sich gerade in der jüngsten Vergangenheit. Kaffas Geschichte war bis zu seinem Untergang im Äthiopischen Reich 1897 nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben worden. Friedrich Julius Bieber, von den Kaffitscho „Abba Kitaba (Vater des Buches)“ genannt, schrieb alles zur Zeit seiner Kaffa-Reise im Jahre 1905 noch vorhandene Wissen auf. Damit rettete er es über das folgende Jahrhundert der politischen Instabilität. Heute ist seine Arbeit eine der wichtigsten Quellen auf der Suche Kaffas nach den eigenen Wurzeln.

Veröffentlicht wurden dieses Wissen vor allem in seinem 1920 und 1923 erschienenen zweibändigen Werk: Kaffa. Ein altkuschitisches Volkstum in Inner-Afrika. Nachrichten über Land und Volk, Brauch und Sitte der Kaffitscho oder Gonga und das Kaiserreich Kaffa.

Ein Großteil der reichhaltigen ethnologischen Sammlung Biebers vor allem aus der Expedition 1904/05 wurde 1956 an das Museum für Völkerkunde verkauft. Der Rest ging 1979 und danach an das Bezirksmuseum Hietzing und ist dort Teil von permanenten Ausstellungen. Die handschriftlichen Tagebuchaufzeichnungen Biebers sind großteils in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Auf Anregung und mit Unterstützung von Prof. Felix Steinwandtner, bis 2012 Leiter des Bezirksmuseums Hietzing, wurde dieses Lebensbild von zwei Mitarbeitern des Museums, Dr. Josef Holzapfel und Klaus Bieber (Enkel des Forschers) erstellt. Die fotografischen Beiträge sind fast durchwegs Erstveröffentlichungen.

<p><b>Friedrich Julius Bieber</b></p><p>Titelbild der neuen Biografie</p><p><i>&copy; Archiv 1133.at</i></p>
<p><b>Friedrich Julius Bieber</b></p><p>Mit äthiopischen Vornehmen</p><p><i>&copy; Bezirksmuseum Hietzing</i></p>
<p><b>Friedrich Julius Bieber</b></p><p>Eine österreichische Delegation, der Bieber angehört (stehend in der Bildmitte), empfängt am 14. September 1907 eine aus Deutschland kommende äthiopische Mission.</p><p><i>&copy; Bezirksmuseum Hietzing</i></p>
<p><b>Friedrich Julius Bieber</b></p><p>Ein in der Wohnung Otto Biebers aufgenommenes Foto mit ethnologischen Gegenständen aus Biebers privater Kaffa-Sammlung. Dieses Foto wurde in der am 16. Jänner 1936 eröffneten Ausstellung „Kaffi Tatitino“ des „Hagenbundes“ in der Zedlitzhalle gezeigt.</p><p><i>&copy; Bezirksmuseum Hietzing</i></p>
<p><b>Friedrich Julius Bieber</b></p><p>Ein Markt in Dschimma</p><p><i>&copy; Bezirksmuseum Hietzing</i></p>
<p><b>Gedenktafel für Friedrich Julius Bieber</b></p><p>Sie wurde am 16. März 1959 von der Geografischen Gesellschaft Wien am Haus Auhofstraße 144 angebracht.</p><p><i>&copy; Archiv 1133.at</i></p>

hojos
24. Februar 2012, aktualisiert 22. Juli 2013