Halloweenparade im Wiener Wurstelprater

Das Narrenzentrum Ober St. Veit sandte eine Abordnung
31.10.2016

Die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor Allerheiligen, Halloween genannt, waren ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet und gelangten durch die irische Einwanderung auch in die USA. Eine Kontinuität zurück bis in die Keltenzeit ist nicht belegbar. Seit den 1990er-Jahren verbreiten sich Halloween-Bräuche in US-amerikanischer Ausprägung auch im kontinentalen Europa und vermischen sich hier – regional sehr unterschiedlich – mit lokalen Bräuchen. Die Bewahrer des eigenen Brauchtums haben damit weniger Freude, die Wirtschaft aber umso mehr, profitieren sie doch vom Verkauf der passenden Ausstattung. Auch die Kürbisbauern sollen Halloween sehr positiv sehen.

Der Wiener Prater nahm diesen Gedanken ebenfalls auf und veranstaltete Partys und seit 2014 auch Paraden unter diesem Motto. Im heurigen Jubiläumsjahr 2016 (250 Jahre!) war und ist der Wiener Prater besonders organisationsfreudig – unter anderem gab er auch dem Großen Wiener Faschingsumzug einen neue Austragungsstätte – und präsentierte sich zu Beginn dieser Wintersaison besonders gruselig. Unter dem Motto "Halloween ein Abenteuer im Prater" wurde von 29. bis 31. Oktober ein dichtes Programm für die ganze Familie geboten. Einer der Höhepunkte war die Halloween-Parade quer durch den ganzen Wurstelprater. Der Zug war kurz, aber heftig: Zombies und die Schwarze Kaiserin boten schaurigen Nervenkitzel. Und das Narrenzentrum Ober St. Veit mit seiner Präsidentin Emma  Zorga war (diesmal nur beobachtend) dabei.

hojos
31. Oktober 2016