Die Karnischen Alpen entlang

Karten und Fotos zur Mountainbike-Tour vom 18. bis 23. September 2004
25.09.2004

Walter Daschek (Guide), Erich Kaschnigg, Josef Holzapfel

1. Etappe, 18. September 2004: Innichen - Sexten - Dosoledo
40 Km, 1080 Hm

Vom gebührenfreien Parkplatz 1 in Innichen geht's über den Radweg nach Sexten. An der Kirche vorbei führt der Weg in steilen, vorerst asphaltierten Serpentinen hinauf zur Nemesalphütte. Sollte man von den 365 Tagen des Jahres den falschen Tag erwischen, empfielt es sich, die Räder weitab des Weges in Sicherheit zu bringen (Almabtrieb). Weiter kurz Richtung Kniepass und dann rechts über Steig und Brücklein den Grenzbach überqueren, zur Casera Rinfreddo. Vorbei am hohen Col Quaterna der 2000er Höhenline entlang und dann über traumhaften Downhill nach Casamazzagno. Unterwegs wunderbare Ausblicke in die sextener Dolomiten. Gute Übernachtungsmöglichkeit in Dosoledo (Hotel Bellavista).

2. Etappe, 19. September 2004: Dosoledo - Rifugio di Zovo - Rifugio Sorgenti del Piave - Forni Avoltri
49 Km, 1267 Hm

Von Dosoledo rasch bergab bis Sega Digon und weiter taleinwärts in das Val Digon. Bei der Cappela di Tamai rechts nach Costa und dann etwa höhengleich durch Costalissoio nach Costalta (wunderschöne Panoramastraße mit Aussicht zurück nach Candide und wieder in die Sextener Dolomiten). Dann folgt eine sehr steile Asphaltstraße hinauf auf das Rifugio di Zovo. Eine rasche Abfahrt führt ins Val Visdende und weiter bis Da Paletta. Nunmehr den Val Oregone folgend aufwärts, zuletzt teilweise durch das Bachbett und über Uferböschungen (der Weg ist teilweise weggeschwemmt) und dann größtenteils schiebend den Weg 137 zur Rifugio Sorgenti del Piave. Kurz über die Asphaltstraße abwärts und bei der ersten Serpentine links zur Casa Veccia. Eine holprige Militärstraße den Rio Avanza abwärts folgend und zuletzt durch wildes Gelände (die Militärstraße gabs hier nur mehr auf der Karte) hinab ins Tal (daher besser vorher bei Höhenmeter 1353 rechts auf den neuen Weg abzweigen). Rasch weiter nach Forni Avoltri, hier gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten.

3. Etappe, 20. September 2004: Forni Avoltri - Rifugio Marinelli - Plöckenpass - Gailtal/Gundersheim
46 Km, 1409 Hm

Gleich Aufwärts die Panoramastraße nach Frassnetto, Sigilletto, Collinetta und Collina. Kurz weiter über Asphalt bis zum Rifugio Tolazzi. Über steile, aber immer fahrbare Schotterstraße zum Rifugio Marinelli unter der Hohen Warte. Für die Mühen des Aufstieges wird der Biker reichlich durch herrliche Aussichten zurück in das Tal, auf Almen und in die bizarren Kalkberge entlohnt. Ausgesetzte Singletrails führen steil bergab zur Militärstraße und weiter zur Casera Collina und dann in den Wanderweg 148. Diesen entlang, zuerst schiebend, hinauf zum Plöckenpass. Kurz auf der Bundesstraße hinab bis zum Heldenfriedhof und weiter über die alte Römerstraße mehrere Schuttreissen querend ins Gailtal. Ein Radweg leitet nach Gundersheim und dort zum Hotel Lenzhofer, einem vorzüglichen und logistisch günstig gelegenen Stützpunkt.

4. Etappe, 21. September 2004: Gundersheim - Straniger Alm - Pontebba - Nassfeld
41 Km, 1320 Hm

Gestärkt geht's weiter nach Goderschach über eine angenehme aber lange Forstraße durch den Wald hinauf zur Straniger Alm. Käse und Speck laden zu einem Aufenthalt. Kurz danach über die italienische Grenze abwärts zur Casera Valbertad. Über teilweise neue und ausgesetzte Asphaltstraße, unterbrochen von Schotterstraßen, rasch abwärts nach Pontebba. Am besten in der Bar an der Hauptstraße telefonisch ein Taxi zur Weiterfahrt aufs Nassfeld bestellen. Sportliche Biker nehmen die zusätzlichen 900 Hm selbst in Angriff. Übernachtung beim Alpenhof Plattner.

5. Etappe, 22. September 2004: Nassfeld - Garnitzen Alm - Egger Alm - Dolinza Alm
26 Km, 945 Hm

Über neue Forststraße aufwärts zum Garnitzentörl und auf einer Traumabfahrt zur Garnitzenalm. Weiter den Karnischen Höhenweg entlang, anfangs teilweise schiebend, zur Stutenbodenalm. Wieder über die Staatsgrenze und über die Traversata Carnica und den Möderndorfer Grenzsattel zurück nach Österreich. Fehlende Brücken (über rd. 12 Schuttreissen) und 2 kurze Versicherungen machen die einstige Militärstraße zu einem Abenteuer. Über Almstraße bald abwärts zur Egger Alm. Bodenständige Spezialitäten laden wiederum zur Einkehr. Weiter den Karnsichen Höhenweg folgend zur Dellacher Alm und abwärts bis kurz vor die Koutschitz Alm. Rechts über den Wildbach und dann steil hinauf bis zur Doliza Alm. Eine resolute Hüttenwirtin gewährt huldvoll und gnädig eine Übernächtigungsmöglichkeit. Ein mitgebrachter Schlafsack erleichtert die Verhandlung. Notfalls weiter bis Camporosso (ca. 3 Stunden!).

6. Etappe, 23. September 2004: Dolinza Alm - Camporosso - Bartolo Sattel - Nötsch - Radweg Gundersheim
32 Km, 665 Hm

Über den Lom Sattel gleich hinter der Dolinza Alm nach Italien und schiebend abwärts zum Rifugio Nordio-Delfar (schwere Unwetter und Muren haben dem Tal zugesetzt und die meisten Wege unfahrbar gemacht). Weiter talwärts auf teilweise asphaltierter Staße bis zu einer Kapelle. 20 Meter davor beschilderte Abzweigung auf Forstweg nach Camporosso. Zuerst steil Bergauf den Hauptweg entlang bis in ein seichtes Trogtal. Hier gerade weiter und nun fallend bis Camporosso. Den Abschied von Italien verschönert ein letzter Capuccino. Vor dem Bahnhof links hinauf in das canyonartige Val Bartolo und auf gepflegter Sandstraße hinauf zu den Prati de Bartolo. Über den Bartolosattel mit Grenzschranken zurück nach Österreich. Gleich links halten und kurz aufwärts, dann rechts abwärts in den Feistritzgraben. Schöne Abfahrt bis hinunter zur Weggabelung mit einer Holzbrücke links über den Feistritzbach nach Feistritz und weiter nach Nötsch. Von dort zurück mit der Lokalbahn nach Gundersheim oder mit dem Bike den Gailtalradweg ebenfalls nach Gundersheim (ca. 45 Km).

hojos
25. September 2004