Jagdglück

Heiteres aus der Welt der Jägersleut'
02.12.2016

Benedikt Kobel – wohnhaft in St. Gilgen und Wien – ist seit mehr als 25 Jahren Tenor an der Wiener Staatsoper und hat allein an diesem Haus ca. 95 Rollen in mehr als 1260 Vorstellungen gesungen. Darüber hinaus ist er gern gesehener und gehörter Gast an zahlreichen internationalen Opernhäusern.

Und jetzt hat er sich mit dem JAGDGLÜCK beschäftigt.

Nein, der Opernsänger hat weder seinen Job an den Nagel gehängt, noch schießt er in seiner Freizeit Tiere. Benedikt Kobel begab sich nur mit der Zeichenfeder auf Pirsch, um auf liebevoll-boshafte Weise so manche waidmännische Schrulle und Eigenheit zu entlarven.

Weil er als Insider der Musikszene mit seinen beiden Karikatur-Büchern „Unterm Strich“ und „Prima la musica“ so großen Erfolg hatte, traten Ärzte, Jäger und andere Fans an den Künstler heran, um auch für ihre Beschäftigungsarten witzige, geistreiche und humoristische Zeichnungen anzuregen. So entstanden zahlreiche Karikaturen. Auf einmal waren es so viele, dass sie ganze Bücher füllten, wie das 2015 erschienene Buch „Götter in Weiß“ und jetzt eben das im Amalthea-Verlag erschienene „Jagdglück“. Über die Bücher hinaus sind auch Original-Zeichnungen käuflich zu erwerben.

Bücher von Benedikt Kobel. © Benedikt Kobel

Unter dem Titel "Heiteres aus der Welt der Jägersleut'" wurde das neue Buch am 2. Dezember 2016 in der Buchhandlung Frick am Graben humoristisch und musikalisch untermalt präsentiert. Und weil Benedikt Kobel selbst eben kein Waidmann ist, kamen ihm Jäger und Musikanten aus dem Salzkammergut zu Hilfe. Es waren sechs stattliche Herren zwischen 22 und 87 Jahren aus St. Gilgen, die ihrem Freund Benedikt Kobel die Referenz erwiesen und statt den gewohnten Wiener Philharmonikern den Ton angaben. Bewaffnet waren sie mit einer BassTuba, einer Gitarre (Rudolf Hausjell) und einer Steirischen Knöpferl-Harmonika (Max Wintermayr).

Die Überraschung und Freude der zahlreich erschienenen Fans des vielseitigen Künstlers war groß, und der lustig beschwingte Abend wollte gar nicht enden! Bis dann doch die Jager und Musikanten ihren Hut, reich bestückt mit Gamsbart, Auerhahnfeder und anderen Trophäen, nahmen. Das ist so nicht ganz korrekt – denn sie hatten ihn ja gar nicht abgenommen, wie es dahoam so der Brauch: „Der Jägerhut wird bei uns nämlich nicht einmal beim Essen, sondern nur in der Kirche abgelegt!“ Und das ist kein Jägerlatein!

„Jagdglück“ und ist auch beim Bücher & Geschenkeladen in der Hietzinger Hauptstraße 147 und im regulären Buchhandel erhältlich.

Jagdglück. Buchpräsentation am 2. Dezember 2016. Glück hatte offenbar der „Jäger Ferdinand“ bei Amalthea Verlagsleiterin Dr. Carmen Sippl. Tenor Benedikt Kobel ist seit mehr als 25 Jahren Solist an der Wiener Staatsoper mit 1260 Vorstellungen in 95 Rollen und Gast an zahlreichen internationalen Opernhäusern. © smschlinke
Jagdglück. Kein Platz blieb frei bei der FRICK-Buchpräsentation von Benedikt Kobel am 2. Dezember 2016 © smschlinke
Jagdglück. Buchpräsentation am 2. Dezember 2016, von links nach rechts: Josef Haas, Elisabeth und Benedikt Kobel, Mag. Manfred Gebhard, Fritz Rieff, Cornelia, Toni Eigenstuhler, Rudolf Hausjell, Max Wintermayr, alle aus St.Gilgen. © smschlinke
Jagdglück. Ein Kugelschreiber mit Schussvorrichtung, geschnitzt aus Birnenholz aus Ober St. Veit, ist ein Geschenk von Mag. Gebhard (St. Gilgen). Er kam gleich zum Einsatz, um unzählige Autogramme und Widmungen nach der Buchpräsentation am 2. Dezember 2016 zu schreiben. © smschlinke

Steffi Maria Schlinke
6. Dezember 2016