Die Freiwillige Feuerwehr Ober St. Veit

Am 6. September 1870 als organische Fortsetzung des 1861 gegründeten Löschkorps vom Ober St. Veiter Gemeindeausschuss beschlossen. 1927 gemischt besetzt (Wiener Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Ober St. Veit) und zur Feuerwache der Stadt Wien „Ober St. Veit“ geworden. 1959 aufgelassen.
1870

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Chronologie und Beschreibung

1838

Ein Inventar des Gemeindevermögens aus diesem Jahr enthält auch Gegenstände zur Feuerbekämpfung: 1 neue Feuerspritze samt Zugehör, 1 alte reparierte Feuerspritze, 10 Feuerämper (gemeint sind wohl Feuereimer), 1 Feuerhütte mit 3 Feuerleitern und 4 Feuerhaken. Damals gibt es noch keine organisierte Feuerwehr, sondern die Feuerbekämpfung obliegt der Dorfgemeinschaft mit materieller Unterstützung der Gemeinde.

1849

Per Gemeindegesetz vom 17. März gehört die Handhabung der Feuerpolizei zum eigenverantwortlichen Wirkungskreis der Gemeinden. An sich war dies schon bisher Aufgabe der Gemeinde, aber jetzt ist man damit ohne Rückhalt durch den Grundherren auf sich alleine gestellt.

1850

Im heißen Sommer dieses Jahres fallen zwei Betriebe des Ortes Großbränden zum Opfer: Der Schmiedebetrieb  im Haus CNr. 92 und die Abdeckerei im Haus CNr. 127.  Ein Bericht in der Österreichischen Volkszeitung über die Brandbekämpfung in der Abdeckerei veranschaulicht das damalige Feuerlöschwesen:

Großbrand am 17. Juli 1850 in der Abdeckerei CNr. 127

Aufgrund des Großalarms rückten die Nachbargemeinden Speising, Lainz, Baumgarten und Hietzing mit je einer gemeindeeigenen Löschspritze aus und kamen den beiden St. Veiter Löschspritzen zuhilfe. Alle miteinander aber hätten den Brand wahrscheinlich nicht unter Kontrolle bekommen, wenn nicht die Löschspritze des Schlosses Schönbrunn, von Burghauptmann Ludwig Montoyer persönlich kommandiert, mit ihrer Kapazität zuhilfe gekommen wäre. Weitere Hilfe leistete der Hietzinger Stellfuhrwerker Joseph Drescher, der mit vierspännigen Fuhrwerken die schweren Wasserfässer für die Spritzen im Eiltempo zuführte, und der Hietzinger Zimmermann Nierody, der einer der ersten am Brandplatz war und das Einreißen der Balken fachkundig besorgte. Auf diese Weise gelang es, das Einbrennen des Daches in die Wohnräume zu verhindern sowie die Haustiere und die wertvollen Tierhäute zu retten. Nur das Pferd des Abdeckermeisters kam in den Flammen um, seine Wirtschaftsgebäude waren ebenfalls verloren.

1851

Die Gemeinde entschließt sich, zwei Nachtwächter einzustellen, je einen in Ober- und in Unter St. Veit. Ihre Hauptaufgabe ist die Feuerwache.

Mit dem Wiener Magistrats-Dekret vom 21. Juni 1851, Zl. 49821, wird das Stadtbauamt ermächtigt, bei Feuersbrünsten in einem Umkreis von einer halben Meile, von den Linien Wiens (Zone I) an gerechnet, ohne vorherige Anfrage auszufahren. Für Ausfahrten zu Bränden in die Zone II (½ bis 1 Meile vor den Linien Wiens), in die Ober- und Unter St. Veit fallen, ist die ausdrückliche Bewilligung des Baudirektors erforderlich.

1860

Eine Feuersbrunst drohte ganz Unter St. Veit zu vernichten, und nur dem Einsatz einer kaiserlichen Löschsuite vom nahen Schloss Schönbrunn ist es zu verdanken, dass letztlich „nur“ 13 Häuser dem Feuer zum Opfer fielen. Aus Dankbarkeit für die Errettung des übrigen Ortes wurde der Bau einer Kirche beschlossen.

1861

In Ober St. Veit nehmen die Bürger zwei Großbrände als Anlass, ein Löschcorps nach dem Vorbild der Wiener Feuerwehr zu gründen. Treibende Kraft soll der Feuer- und Polizeikommissär sein, der spätere Bürgermeister Carl Hentschel. Die Gründungsmitglieder sind nicht bekannt, nur der Schlossermeister Friedrich Stach als Spritzenmeister der ersten Jahre wird genannt. Das Corps ist nur teilweise uniformiert und hat noch keine einheitliche Organisation nach späterem Muster. Das Depot befindet sich in einem am Haus Glasauergasse 2 angebauten Schuppen.

1870

beschließt der niederösterreichische Landtag eine neue Feuerpolizeiordnung, die unter anderem für jede größere Ortschaft eine Freiwillige Feuerwehr mit gewähltem Hauptmann und eigenen Statuten verlangt. Die Aufsicht obliegt dem Gemeindeausschuss. Auf dieser Basis beschließt der Ober St. Veiter Gemeindeausschuss die Errichtung der „Freiwilligen Feuerwehr“ und wählt den Postmeister Adolf Zeeh zum ersten Hauptmann und den Schmiedemeister Johann Herzig zum Stellvertreter (Sitzungsprotokoll des Gemeindeausschusses Ober St. Veit vom 6. September 1870; Adolf Zeeh wird sechs Jahre später eine große Summe Gemeindegeldes veruntreuen). Natürlich war diese Neugründung in vielen Belangen die Fortführung des bestehenden Löschcorps.

1871

Auf Kosten der Gemeinde wird eine neue Löschspritze angeschafft. Die Uniformen müssen die Feuerwehrmänner auf eigene Kosten anschaffen, wegen des Reizes der Montur war dies aber sicherlich das geringste Problem. Alle ehrenamtlichen Aufgaben in der Gemeindeverwaltung waren aus finanziellen Gründen und wegen der dafür notwendigen Zeit ohnehin nur den wohlhabenden Bauern und Gewerbetreibenden zugänglich.

1874

werden die Statuten der FF Ober St. Veit behördlich genehmigt. Das Brandeinsatzbuch ist leider verloren gegangen, und daher ist wenig über die praktischen Einsätze bekannt. Es lässt sich aber gut vorstellen und an späteren Fotos und heutigem Brauchtum nachvollziehen, dass ein ganz wesentlicher Beitrag zum Leben der Gemeinde in Form schneidiger Auftritte hinter Fahne und Musikkapelle bei den verschiedensten Feierlichkeiten geleistet wird.

1881

Nachdem die Disziplinlosigkeit der Feuerwehrmannschaft, die großteils aus renitenten Freunden des vor kurzem ersetzten ehemaligen Feuerwehrhauptmannes Zeeh besteht, ihren Höhepunkt erreicht hat (siehe weiter unten Auszug aus Gebhard Klötzl: Die Gemeinden Ober- und Unter St. Veit 1848–1891), beschließt der Gemeindeausschuss die Auflösung und Neubildung mit achtbaren Personen. Die alte Mannschaft wird degradiert und abgerüstet, das Feuerwehrvermögen sichergestellt. Die 37 Mann der neuen Truppe setzen sich aus 11 alten und 26 neu geworbenen Feuerwehrleuten zusammen. Neuer Kommandant wurde der Spenglermeister Alexander Mikloska.

Nach dem Freiwerden des alten Schulhauses Hietzinger Hauptstraße 164 wird im selben Jahr das Depot in dessen Erdgeschoß verlegt (vorher war es in der Glasauergasse 2).

1886

wird die 25-Jahr-Feier festlich begangen. Der ganze Ort wird mit Blumen geschmückt und beflaggt. Am Vor­abend gibt es einen Zapfenstreich; der Festtag beginnt mit der Tagreveille (Böllerschüsse), dem der Einmarsch der Festgäste, ein Festgottesdienst und die Weihe der Vereinsfahne samt neuem Fahnenband folgen. Um ein Uhr nachmittags wird mit dem Platzkonzert, der Abhaltung des Bezirksfeuerwehrtages und einer Schauübung der Feuerwehren aus Hacking, Hietzing, Lainz, Ober- und Unter St. Veit fortgesetzt. Beschlossen wird der Tag ab sieben Uhr abends mit einem Konzert und Tanzkränzchen im Ober St. Veiter Casino. Nur mehr 8 der 16 Gründungsmitglieder konnten dieses Fest noch miterleben; gerechnet wird dabei von der Gründung des Löschkorps im Jahre 1861. Die Neugründung 1871 hatte 39 Gründungsmitglieder.

1892

Auch nach der Eingemeindung bleibt die FF Ober St. Veit als selbstständige Einheit bestehen.

1898

In der Ausrückeordnung für die im Wiener Gemeindegebiet bestehenden Freiwilligen Feuerwehren (genehmigt mit Stadtratsbeschluss vom 1. Juli 1908, Zl. 2134) werden für die FF Ober St. Veit folgende Ausrückungen festgelegt:

1. Ausrückungen zu Rauchfangfeuer, Dippelbaum- und Wiesenbränden in: Ober Sankt Veit.

2. Ausrückungen zu Bränden anderer Art in: Ober und Unter Sankt Veit, Hietzing, Schönbrunn, Lainz, Speising, Hütteldorf und Hacking.

3. Ausrückungen zu Großbränden außerdem in: Penzing und Baumgarten.

Zu Ausrückungen nach Ober Sankt Veit sind bei „Bränden anderer Art“ (Zimmer-, Gewölbe-, Werkstätten-, Keller- und Dachbrände) folgende FF verpflichtet: Hietzing, Lainz, Hacking und Baumgarten. Zu Großbränden in Ober-Sankt-Veit haben überdies auszurücken: Speising und Penzing.

Die FF Ober St. Veit verfügt damals über 26 Mitglieder und folgende Lösch- und Rettungsgeräte:

Spritzen: 1 Normal-Fahrspritze und 1 Hydrophor

Wagen: 1 Wasserwagen, ausgerüstet, 1 Wasserwagen und 1 Mannschaftswagen

Leitern: 5 Hakenleitern und 2 sonstige Leitern

Druckschläuche für Fahrspritzen und Hydrophor: 21

1921

wird der 50-jährige Bestand gefeiert, diesmal von der Neugründung 1871 an gerechnet. Die Festschrift gibt einen Einblick in die Einsätze der zurückliegenden Jahrzehnte: 58 Waldbrände, 45 Großfeuer, 16 Kes­selexplosionen, 933 kleinere Feuer, 25 Wiesenbrände, 8 Hauseinstürze und 2 Entgleisungen der Straßenbahn. Von den Bränden in der Herzig-Schmiede und im St.-Josefs-Heim werden im Album Fotos gezeigt, von Letzterem auch ein Bericht wiedergegeben.

1924/25

1924 wird in Ober St. Veit ein Aktionskomitee gegründet, das für die Verbesserung der technischen Ausrüstung der in diesem Bezirksteil gelegenen FF eintritt.

Das Kommando der Wiener Berufsfeuerwehr weist in seiner diesbezüglichen Stellungnahme vom 7. Mai 1925 darauf hin, dass die Übernahme des Brandschutzes durch die Berufsfeuerwehr geplant sei und überlegt werde, die Wachlokale der FF Ober St. Veit oder Hacking dazu zu nützen.

1927

wird die Feuerwache Ober St. Veit gemischt (FF und BF) besetzt. Im Branddirektionsauftrag Nr. 6 vom 15. Februar 1927 heißt es dazu:

„3. Besetzung der gemischten Feuerwache Ob. St. Veit J. Nr. 1,2

Am Samstag, den 19. Feber l. J. um 16 Uhr wird die neu adaptierte, gemischte Feuerwache Ob. St. Veit besetzt werden.

Diese Wache besteht aus:

2 Löschmeistern

4 Fahrern (Ober-)

2 Telegrafisten und

6 Feuerwehrmännern

der Berufsfeuerwehr und aus den Mitgliedern der freiw. Feuerwehr Ober St. Veit. Die Berufsfeuerwehr besetzt derzeit einen Tenderpumpenwagen, während die freiw. Feuerwehr einen Rüstwagen, der von einem Fahrer (Ober-) der Berufsfeuerwehr gelenkt wird, zu besetzen hat.

Nach Fertigstellung der im Baue befindlichen neuen Geräte wird diese Wache mit

1 Gasspritze und

1 Tenderpumpenwagen

besetzt werden, wobei im Sinne der bereits früher festgesetzten Ausrückeordnung die Berufsmannschaft zu den Ausfahrten im eigenen Ausrückebereich die Gasspritze, in den Nachbarbereichen den Tenderpumpenwagen besetzt“.

1959

Am 11. Februar wird die Feuerwache „St. Veit“ (Stationszeichen „Sv“) aufgelassen und zugleich die neu errichtete „Feuerwache Weidlingau“ besetzt.

Fotos zur Freiwilligen Feuerwehr Ober St. Veit

Auszug aus Gebhard Klötzl: Die Gemeinden Ober- und Unter St. Veit 1848–1891

Die Ober St. Veiter Freiwillige Feuerwehr war im Gemeindehaus untergebracht. Ein noch recht rüstiger ehemaliger Soldat hatte das Kommando übernommen. Die Mannschaft setzte sich bald vorwiegend aus seinen Freunden zusammen und degenerierte zu einem wilden, trunksüchtigen Haufen. Die Horde war undiszipliniert und nur mehr bedingt einsatzfähig. Ein Vorfall gegen Jahresende 1880 brachte das Fass zum Überlaufen. Dr. Gebhard Klötzl fasst dies in seinen „Gemeinden“ folgendermaßen zusammen:

Aus Gablitz war die Nachricht vom Ausbruch eines Feuers gekommen. Gablitz lag wegen seiner Entfernung außerhalb des Rayons, in dem die Ober St. Veiter Feuerwehr noch assistenzpflichtig war, dennoch beschloss die Mannschaft hinzufahren, wohl aus Ehrgeiz oder ähnlichen Motiven. Bürgermeister Hentschel eilte aus seiner Amtsstube hinunter ins Feuerwehrdepot, wo gerade eingespannt und gerüstet wurde, und untersagte in aller Form die unnötige und riskante Ausfahrt. Die Mannschaft revoltierte und verweigerte den Gehorsam. Feuerwehrhauptmann Ressel blieb zum Bürgermeister loyal und verbot eben­falls die Ausfahrt. Doch auch das nützte nichts, die Chargen setzten sich auch über seinen Befehl hinweg und fuhren ohne Hauptmann in rasendem Galopp mit der Feuerspritze nach Gablitz los. Sie kamen nicht einmal bis Purkersdorf, dann brach eines der übermäßig gehetzten Wagenpferde zusammen und ver­endete. Die Feuerspritze und diverse Requisiten landeten im Straßengraben und wurden schwer beschädigt. Der Schaden für die Gemeindekasse war enorm.

Auf einer anschließenden Feuerwehrversammlung in einem Wirtshaus, bei der wahrscheinlich der Alkohol in Strömen floss, zeigten die Feuerwehrleute aber nicht etwa Einsicht und Reue, sondern beschimpften lautstark die politische Gemeindevertretung und den Bürgermeister im Speziellen. Und um ein für allemal klarzustellen, dass sie sich von ihm in Zukunft nichts mehr befehlen lassen, fasste die Versammlung gegen alles Recht und Gesetz den Beschluss, Bürger­meister Hentschel als nominelles Oberhaupt der Feuerwehr abzusetzen. Das war endgültig zu viel. Nun musste die Gemeindeführung handeln.

Nach vorheriger Rückversicherung bei der Bezirkshauptmannschaft be­schloss der Gemeindeausschuss am 20. Jänner 1881, „bei dem Umstande, als die Excedenten und Unruhestifter derzeit die Majorität bilden, die Auflösung und Neu-Consolidierung {der Feuerwehr] mit würdigen und achtbaren Persönlichkeiten“. Die Durchführung der Auflösung und Neugründung übernahm ein Son­derausschuss unter Leitung von Altbürgermeister Alexander Strecker, der mit gewohnter Gründlichkeit keinen Stein auf dem anderen ließ: Die gesamte Mannschaft wurde degradiert und abgerüstet, das Feuerwehrvermögen provisorisch sichergestellt. Danach wurden 26 neue, vertrauenswürdige Feuerwehrleu­te geworben. Von der Altmannschaft wurden nach mannweiser Überprüfung weitere 11 Leute in die neue Truppe übernommen, die also nun 37 Mitglieder zählte. Bereits am 19. März 1881 konnte Strecker die neue Mannschaft vollzäh­lig in der Gemeindekanzlei versammeln, und unter seiner kommissarischen Auf­sicht wählte sie den Spenglermeister Alexander Mikloska zum neuen Haupt­mann. Die alte Streitfrage der Befugnis zu auswärtigen Ausfahrten löste Alexander Strecker durch einen salomonischen Kompromiss, mit dem sich alle ein­verstanden erklärten: Bis eine Meile im Umkreis durfte der Feuerwehrhaupt­mann selbst über die Ausfahrt entscheiden, darüber hinaus war die Erlaubnis dazu dem Bürgermeister oder seinem Stellvertreter vorbehalten.

Die Feuerwehrfestschrift von 1921 erwähnt diese ganze Ge­schichte mit keinem Wort – ob man alles schon vergessen hatte oder es lieber verschweigen wollte, können wir hier nicht entscheiden.

Zeitungsbericht über die Bekämpfung des Brandes in der Einsiedelei (30. März 1908)

Der Brand, der Samstag abends einen großen Teil der Restauration und Meierei zur Einsiedelei, Eigentum der Frau Josefine Wagner, in Ober St. Veit vernichtete, wütete von 9 bis 11 Uhr. Zu seiner Bewältigung waren alle Freiwilligen Feuerwehren des 13. Bezirkes aufgeboten. Die Hietzinger arbeiteten mit ihrer Dampfspritze. Die Löscharbeit gestaltete sich sehr schwierig. Die Besitzung ist nicht bewirtschaftet und wird bloß von den Hausbesorgerleuten bewohnt. Die Flammen ergriffen vier Stallungen, vier Schupfen und eine Werkzeughütte und loderten so hoch zum Himmel empor, dass man die Brandröte im weitesten Umkreise sah. Auch der Dachstuhl des Gebäudes für Sommerparteien wurde vom Feuer ergriffen und ist zum größten Teil eingeäschert worden. Große Gefahr bestand auch für das Restaurationsgebäude selbst, doch gelang es den vereinten Bemühungen, selbiges zu retten. In den Flammen sind zwei Ziegen, mehrere Hühner und ein Pony verbrannt. Die Unter St. Veiter Freiwillige Feuerwehr unterhielt während des Brandes zwei fliegende Ambulanzen mit den Inspektionsärzten Dr. Freund und Dr. Merkus. Sie leisten in vier Fällen erste Hilfe, und zwar dem Hornisten der Breitenseer Feuerwehr Franz Brocek, Brandwunden am Hals; dem Feuerwehrmann Johann Slama von Hietzing, Schnittwunden am Zeigefinger; dem Zimmerpolier Franz Schibaly, Rissquetschwunden an der rechten Hand und beim Feuerwehrmann Camillo Tintera von Hietzing, Quetschwunden der rechten Hand. Der Schaden beträgt 30.000 bis 40.000 Kronen, ist jedoch durch Versicherungen gedeckt. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt.

Quellen:
Übernommen aus:
Holzapfel, Josef: Historisches Ober St. Veit. Handwerks-, Gewerbe- und Vereinsgeschichte. Wien, Interessensgemeinschaft Kaufleute Ober St. Veit, 2009

Weitere Literatur:
Festschriften zum 25-jährigen und zum 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Ober St. Veit.
Klötzl, Gebhard: Die Gemeinden Ober und Unter St. Veit 1848–1891, Dissertation an der Universität Wien, 2004, insbes. Seite 154ff.

hojos
Übertragen im August 2012