"bahnorama"

Ein Raiffeisen-Spaziergang zur größten Baustelle Europas: dem neuen Hauptbahnhof in Wien
11.04.2011

Wieder gab es einen von Frau Mag. Ingrid Seidel von der Raiffeisenbank in Ober St. Veit veranstalteten Raiffeisen-Spaziergang. Diesmal wurde Frau Mag. Seidel von Frau Mag. Karin Holztrattner von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH Holztrattner als Mitorganisatorin unterstützt. Wir besichtigten die derzeit bedeutendste Infrastrukturmaßnahme Wiens, den neuen Hauptbahnhof. Natürlich mussten wir nicht über die endlosen Weiten der 109 Hektar großen Baustelle stapfen, sondern das "bahnorama", das Besucher- und Informationszentrum am Rande der Baustelle mit seinen Multimedia-Angeboten und der Aussichtsplattform in 40 Meter Höhe waren ein viel besseres Ambiente. Von zwei Mitarbeiterinnen des bahnorama wurden uns die Geschichte des Südbahnhofes, auf dessen Areal der Hauptbahnhof entsteht, und die Planungen für die Zukunft inklusive zahlreicher Einblicke in technische Details veranschaulicht. Bautechnische Exponate, ein 3-D-Film, interaktive Stationen und ein großes Modell des Projektgebietes, das ja über den eigentlichen Bahnhof hinausgehend ein ganzer Stadtteil werden soll, ergänzten diese Informationen.

Mit dem neuen Wiener Hauptbahnhof folgt nunmehr bereits der vierte Bahnhof auf diesem Areal. Der erste Wiener Südbahnhof war der 1840 vor dem historischen Linienwall erbaute sogenannte Gloggnitzer Bahnhof. 1870 wurde er durch den von Wilhelm Flattich errichteten prunkvollen Südbahnhof ersetzt. Dieser wurde zum Synonym für die Reise in die Ferne. 1955 wurde der bis zuletzt bestehende dritte Südbahnhof als gemeinsamer Bahnhof für die bis dahin separaten Süd- und Ostbahnhöfe in Betrieb genommen. Mehr zu diesem Thema und alles zum neuen Hauptbahnhof erfahren Sie auf http://www.hauptbahnhof-wien.at/.

Übrigens: Der eine erhaltene Markuslöwe als historisches Symbol für das Tor in Richtung Venedig wird auch im neuen Hauptbahnhof sein Zuhause finden. Alles andere ist weg, jetzt auch die letzten Reste der alten Kassenhalle, die während der aktuellen Arbeiten wieder ans Tageslicht kamen und denkmalpflegerisch begleitet abgebrochen wurden.

Übrigens II: Die Dachkonstruktion des neuen Durchgangsbahnhofes wird vielleicht doch nicht die "elegante Leichtigkeit" haben, die uns die bisherigen Planungen nahebrachten, denn der viele Schnee in diesem Winter führte zu der statisch nicht ganz belanglosen Erkenntnis, dass Schnee auch Schneedruck erzeugt ...

Im Folgenden einige Fotos von der Veranstaltung:

hojos
15. April 2011