Rudolf Hans Bartsch

Geboren am 11. Februar 1873 in Graz, gestorben am 7. Februar 1952 in St. Peter bei Graz
11.02.1873

Rudolf Hans Bartsch war österreichischer Offizier und Schriftsteller. Mit seinem 1908 erschienenen Roman „Zwölf aus der Steiermark“ hatte er einen außergewöhnlichen literarischen Erfolg, der ihm auch mit zahlreichen Romanen und Novellen in der Zwischenkriegszeit erhalten blieb. Sein 1912 erschienener Schubert-Roman "Schwammerl" diente 1916 als Vorlage zur Operette "Das Dreimäderlhaus". Nach Aussagen späterer Kritiker war er eine "zeitgebundene Erscheinung", die das alte Österreich in sentimentaler und pseudoromantischer Weise verklärte. Heute ist Rudolf Hans Bartsch fast gänzlich unbekannt.

Die Zuordnung zum Kriegsarchiv führte ihn für mehrere Jahre nach Wien, wo er nach Aussage von Dr. Alfred Stöhr das Haus Hietzinger Hauptstraße 100 bewohnte. Die "Dauerekstase seines Lebens" (Biograf Hans Dolf) blieb jedoch seiner Heimatstadt Graz vorbehalten.

In Graz fand er auch seine letzte Ruhestätte. Wenn man der verborgenen Ehrentafel am Grazer Schloßberg glauben schenkt, ruht seine Asche in den wuchtigen Mauern der ehemaligen Stallbastei. Die Inschrift lautet:

"Hier ruht die Asche des steirischen Heimatdichters
Rudolf Hans Bartsch
*11.2.1873 †7.2.1952
Die Gestirne waren seine Uhr
Die Winde sein Atem
Die Jahreszeiten seine Herzschläge
Sein Bruder war der große Pan
J.F. Perkonig
Ihrem Ehrenbürger – die Stadt Graz"

Der Grazer Schloßberg. Das "Ägyptische Tor" in der Stallbastei. Links des Tores ist die Tafel zum Gedenken an Rudolf Hans Bartsch zu sehen. Fotografiert am 6. Juni 2015. © Archiv 1133.at
Rudolf Hans Bartsch. Gedenktafel am Grazer Schloßberg, fotografiert am 6. Juni 2015 © Archiv 1133.at
Aussicht vom Grazer Schloßberg. Fotografiert am 6. Juni 2015 von der Stelle der Stallbastei, an der sich die Tafel zum Gedenken an Rudolf Hans Bartsch befindet. © Archiv 1133.at

hojos
9. Juni 2015

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