Studieren in Ober St. Veit

Darstellung anlässlich des neu eingerichteten Bachelorstudiums "Umweltpädagogik" an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
15.11.2008

„Nach Ober St. Veit geht man,
oder man war dort.
Ober St. Veit gibt Sicherheit
für ein ganzes berufliches Leben.“


Seit 1952, als die sogenannte „Blum-Villa“ in der Angermayergasse 1 (siehe Bild oben) vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft gekauft wurde, befinden sich darin Bildungseinrichtungen des Bundes. 1958 ging das Gebäude an die Bundesimmobiliengesellschaft. Über 50 Jahre lang war es die Agrarpädagogische Akademie (auch Bundesseminar genannt) und seit 1.10.2007 die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik.
Rektor Thomas Haase, Landwirtschaftminister Josef Pröll und Vizerektorin Christine Wogowitsch bei der Eröffnungsfeier der Hochschule am 2.10.2007. © Archiv Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Dem Namen entsprechend ist es das pädagogische Zentrum für angehende Lehrer und Berater im Landwirtschafts- und Umweltbereich. Es geht dabei weniger um die Vermittlung von berufsspezifischem Fachwissen, sondern um die Vermittlung von Fähigkeiten: Die Studierenden erwerben pädagogische, fachliche und persönliche Schlüsselkompetenzen, um den beruflichen und gesellschaftlichen Herausforderungen gewachsen zu sein. Derzeit ist Platz für rd. 200 Studierende, bis 2010 sollen es an die 300 werden.

„Für einen erfolgreichen Umweltschutz ist es erforderlich, Wissen und Handlungsoptionen zu vermitteln.“
Einzigartig im österreichischen Bildungsangebot ist das ab dem Wintersemester 2008/09 neu eingerichtete Bachelorstudium „Umweltpädagogik“. Es dauert 3 Jahre und schließt mit dem „Bachelor of Education“. Den „Bachelor“ gibt es in Österreich seit 2005. Er ist der niedrigste akademische Grad und der erste berufsqualifizierende Abschluss eines mehrstufigen Studienmodells. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester.

Diese Studienrichtung trägt der Erkenntnis Rechnung, dass Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung oft an fehlendem Wissen und offenen Konflikten scheitern. Es besteht daher Bedarf an Fachleuten, die allen betroffenen Parteien Wissen und Handlungsoptionen kompetent vermitteln können und gleichzeitig als Mentoren ausgleichend wirken. Solche Fähigkeiten sollen im Rahmen des „Umweltpädagogik-Studiums“ erarbeitet werden. Das Programm ist umfangreich: Lokale und regionale Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Umgang mit Naturräumen, Klimaschutz, Energieeffizienz, Bildungswissenschaften, Persönlichkeitsbildung sind einige inhaltliche Stichworte. Über den normalen Lehrbetrieb (auch in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur) hinaus sind zahlreiche Praktika im In- und Ausland genauso Pflicht des Studiums wie die engagierte persönliche Mitarbeit an Inhalten und der praktischen Organisation.
Studienkoordinatin Birgit Karre, Rektor Thomas Haase, Studentin Christina Laßnig und Vizerektorin Christine Wogowitsch bei der Pressekonferenz zur Studienrichtung „Umweltpädagogik“ am 1.10.2008 im Café Landtmann. © Archiv 1133.at
Zugelassen sind AbsolventInnen von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen und einschlägigen Universitäten, willkommen sind auch solche, die bereits im Beruf stehen. Ziel ist der Einsatz in umweltberatenden Berufen, an berufsbildenden Schulen, in Organisationen im Umweltbereich usw. Die Anmeldungen zu diesem Studium überstiegen das Angebot bei weitem, letztendlich aufgenommen wurden 36 Personen.

hojos
am 15. November 2008

Spanisch Sprachschule