Josef Kraft †
Nachruf von Dr. Karl Lechner
Als vor mehr als zwei Jahren die Kunde kam, daß Hofrat Dr. Josef Kraft fern der Heimat verschieden sei und in fremder Erde liege, da wußten wir alle, daß dies kein Abschied von ihm sein konnte. Wir ahnten, daß ein Mann, der so an seiner niederösterreichischen, im besonderen Weinviertler Heimat hing, der immer wieder zurückkehrte an diesen Ort, um hier körperliche und seelische Kräfte zu holen, daß er — als harmonischer Abschluß eines harmonischen Lebens — auch in die geweihte Erde seiner Heimatpfarre bestattet werden würde. Und das geschah an einem sonnendurchtränkten klaren Vorsommertag (am 4. 6. in Unter-Stinkenbrunn). Ich durfte an seinem Grabe sprechen im Namen des Archives des Landes Niederösterreich und als sein Nachfolger im Amte; zugleich aber auch als Generalsekretär des „Vereins für Landeskunde“, dessen langjähriges Ausschußmitglied der Verstorbene war.
Was Hofrat Kraft für die Geschichte und Landeskunde von Niederösterreich bedeutet, läßt sich mit wenigen Worten nicht sagen. Am 16. Oktober 1879 in Unter-Stinkenbrunn als Sohn bäuerlicher Eltern geboren, besuchte er das Gymnasium in Hollabrunn, studierte Geschichte, Geographie, Kunst- und Literaturgeschichte auf den Universitäten Wien und Innsbruck und promovierte an letzterer mit der Arbeit: „Das historische Jahrzeitenbuch des Erzherzogtums Österreich ob der Enns von Richard Strein Frh. v. Schwarzenau. Eine quellenkritische Untersuchung“ im Jahre 1905. Frühzeitig hatte er sich für die historischen Hilfswissenschaften interessiert und machte in Wien die Ergänzungsprüfung am „Institut für Österreichische Geschichtsforschung“.
Innsbruck und Tirol waren entscheidend für das fernere Leben Krafts. Denn im März 1905 bereits trat er als Praktikant in das Statthaltereiarchiv Innsbruck ein, wo er es bis zum Staatsarchivar I. Klasse brachte. Kraft wurde aber auch mit der Führung der Geschäfte am sogenannten Tiroler Landesarchiv, also dem ständischen Archiv, betraut, wo er vor allem die Handschriften inventarisierte. Am Statthaltereiarchiv registrierte er vor allem die Abteilungen Kunstsachen, die Tiroler und Brixener Lehensurkunden und die laufende Registratur des Statthaltereiarchives. So wurde er mit den Beständen seines Archives aufs beste vertraut. Aber von vornherein war sein Bestreben, diese Schätze auch einem größeren Kreis zugänglich zu machen und so sehen wir nun vom Jahre 1908 an eine verschwenderische Fülle von Arbeiten zur Tiroler Landes- und Ortsgeschichte, besonders zur Kunstgeschichte und zur Heimatkunde. Sie erschienen vor allem in den landeskundlichen Zeitschriften Tirols, aber auch in den Tages- und Wochenzeitungen des Landes, um so einem möglichst großen Leserkreis zu erfassen. Besondere Erwähnung verdienen seine beiden großen Arbeiten zur Künstler- und Handwerkergeschichte aus den Landecker Verfachbüchern (1916, 1927). (Vgl. zur Innsbrucker Tätigkeit: O. Stolz, Inventar des Statthaltereiarchivs Innsbruck, S. 68 f.). Es ist staunenswert, wie er, der geborene Niederösterreicher, sich in Tirol, in die Landschaft, in das Volkstum und in die Geschichte dieses Landes eingelebt hatte. Bis zu seinem Lebensende bewahrte er Tirol die Anhänglichkeit. Nicht nur, daß er immer wieder im Sommer zur Erholung dorthin zurückkehrte, bis in die letzte Zeit noch galten wissenschaftliche Arbeiten diesem Lande. Vor allem aber hatte er sich dadurch einen Kreis von Freunden und Kollegen erworben, mit denen ihn engste Beziehungen der Freundschaft und Treue verbanden bis über das Grab hinaus.
Aber deswegen wurde Kraft seiner niederösterreichischen Heimat nicht untreu; im Gegenteil, auch in tirolischen Archivschätzen suchte er immer wieder nach Quellen und Hinweisen auf die niederösterreichische Landeskunde und Wiener Stadtkunde. Schon seine frühesten Arbeiten überhaupt, in den Jahren 1907/08, beziehen sich auf Niederösterreich und bis in die letzte Zeit wußte er geschichtliche Verbindungsfäden zwischen beiden zu ziehen (St. Stephan, Karlskirche; Prandtauer, Munggenast; Wanderungen). Und als nun Kraft im Jahr 1921 als Staatsarchivar nach Wien, an das Archiv für Niederösterreich, berufen wurde, dessen Leitung er schon zwei Jahre später übernahm, da wuchs die Zahl seiner Arbeiten über Niederösterreich in unerhörtem Maße. Sie galten vorwiegend seiner Weinviertler Heimat. Seine besondere Liebe gehörte dem kleinen, unscheinbaren Geschlecht, gehörte vor allem dem bäuerlichen Leben. Das ist das Bedeutsame an Kraft, daß er nie — weder im Leben, noch in der Wissenschaft — den Kontakt mit der Scholle, dem Heimatboden verlor. Er war vielleicht der beste Kenner der Geschichte des niederösterreichischen Bauerntums und wir können nur tief bedauern, daß er uns nicht mehr eine große Geschichte des bäuerlichen Lebens in Niederösterreich schenken konnte. Dabei verstand er es, aus den trockenen Quellen lebendiges Geschehen herauszulesen und es anschaulichst vor uns auszubreiten. Das Verhältnis von Herrschaft und Bauer, und das geistige und kulturelle Leben des Bauern in seinen mannigfaltigen Verzweigungen und Äußerungen hat er nimmermüde immer wieder vor uns hingestellt. Hier müssen auch seine zahlreichen Arbeiten über das religiöse und pfarrliche Leben der Vergangenheit genannt werden, nicht zuletzt das seiner Wiener Wohnpfarre St. Veit (das zusammenfassende Werk harrt der Drucklegung) und der Pfarre Mauer bei Wien, mit dessen Pfarrherrn ihn herzliche Freundschaft verband. Das war kein trockener Stubengelehrter, der seine Wissenschaft nur vom grünen Tisch aus und für den grünen Tisch trieb. Das galt auch, als die Heimat in Nord oder in Süd in Gefahr war. Er hat den Zusammenhang mit dem Leben nie verloren, wohl aber diesen Zusammenhang immer wieder aus den Quellen historisch dargestellt.
Und wer konnte das besser tun, als er, der geborene Archivar, der mit einer Sorgfalt und Hingabe ohnegleichen die Quellen bereitzustellen, zu ordnen und inventarisieren, aber auch auszuschöpfen verstand. Was er — unter Mitwirkung von G. Forstreiter — für das Archiv für Niederösterreich in Organisation und Methode, in Bereicherung und Erschließung der Quellen getan hat, wird noch eine spätere Zeit genauer feststellen. Dafür gebührt ihm der besondere Dank des Landes Niederösterreich.
So wie Kraft mit den tirolischen Geschichts- und Heimatvereinen verbunden war, so ist es nur selbstverständlich, daß er jetzt auch zum „Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien“ in engste Beziehung trat, dessen Mitglied er ja schon von seinen Innsbrucker Jahren, im Jahre 1903, geworden war. 1927 wurde er Ausschußmitglied und zwar ein eifriges und treues, das fast bei keiner Sitzung fehlte. Seine meisten späteren Arbeiten sind in den Schriften des Vereins niedergelegt. Ihm hat er vor allem in unermüdlicher, selbstloser und hingebender Arbeit die zwei großen Register zu seinen Publikationen geschenkt (1891—1927, 1928—1940). Daneben existieren eine Reihe handschriftlicher bibliographischer Arbeiten. Der Dank des Vereins ist ihm dauernd gesichert.
Damit kommen wir zum letzten, zum Menschen Kraft. Wer Gelegenheit hatte, mit diesem feinsinnigen, stillen, edlen Menschen zusammenzukommen, der ging immer bereichert von ihm. Der Grundzug seines Wesens aber war die Güte und die Ehrfurcht gegenüber dem Nächsten. Er, der keinem Tier etwas zu Leide tun konnte, war oft, wenn er Leid und Not ansehen mußte oder wenn er große Freude empfand, bis zu Tränen gerührt — er, der immer wieder behutsam von seinen Mitmenschen sprach, immer noch verteidigte und entschuldigte, wo andere mit Vorwürfen oder Zorn kamen. Nur Ungerechtigkeit gegen Dritte konnte er nicht mitansehen, da konnte der gütige Mensch unerbittlich und hart werden und hielt mit seiner Meinung nicht zurück — opportune, importune — je höher, desto schärfer. Am glücklichsten inmitten seiner Familie, an der er mit wahrhaft väterlicher Liebe hing, glücklich in Gottes freier Natur, besonders in seinem Garten in Ober St. Veit, war er das Vorbild ausgeglichenen edlen Menschentums.
Das konnte er freilich nur, weil sein Menschentum getragen und erfüllt und erhöht war vom Christentum. Denn das war schlechthin die Wurzel seines Seins und seines Wesens: der in Gott ruhende, aus dem Glauben lebende, von göttlicher Liebe getragene Christ. Das kam in der Gestaltung seiner Familie ebenso wie im Umgang mit Menschen, vor allem aber eindeutig und ohne jede Einschränkung in seinen wissenschaftlichen Arbeiten zum Ausdruck, die sich vielfach um das religiöse und pfarrliche Leben drehten. Ein katholischer Gelehrter, Zeugnis von der Harmonie zwischen Glaube und Wissen, Glaube und Leben ablegend, das war Hofrat Kraft. Und das wollen wir ihm in unserer oberflächlichen, zerrissenen, leiderfüllten Zeit besonders danken.
Bibliographie der Arbeiten J. Krafts.
Abkürzungen:
FM. = Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs, Innsbruck.
Schlschr. = Schlernschriften.
TH. = Tiroler Heimat.
THBl. = Tiroler Heimatblätter.
ATA. = Allgemeiner Tiroler Anzeiger.
VF. = Veröffentlichungen des Museums Ferdinandeum in Innsbruck.
ZF. = Zeitschrift des Ferdinandeums f. Tirol u. Vorarlberg, Innsbruck.
NTSt. = Neue Tiroler Stimmen.
MBl. = Monatsblatt des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich (und Wien).
UH. = „Unsere Heimat“, Monatsblatt für Landeskunde von Niederösterreich.
JbNÖ. = Jahrbuch (des Vereins) für Landeskunde von Niederösterreich.
HJM. = Heimatjahrbuch Mauer bei Wien.
Afr. = „Arbeiterfreund“, Katholischer Familienkalender, Wien.
Rp. = Reichspost.
NWBl. = Neues Wochenblatt für das Viertel unter dem Manhartsberg.
Wwb. = Wienerwaldbote.
Bespr. = Besprechung. Kleinere Buchanzeigen und Zeitungsnotizen wurden nicht aufgenommen.
1907:
Ein Wappenbrief für einen Marktrichter zu Traismauer (1622) (Mbl. III, S. 229 f.).
1908:
Ein Schmähgedicht auf Torstenson (FM. 5). — Von einer Haller Schützenmeisterin (FM. 5).
1909:
Ein Erlebnis der Pfitscher 1628 (FM. 6).
1910:
Eine Überschwemmung in Schluderns 1737 (FM. 7).
1911:
Der Plan eines Umbaues von Schloß Amras in ein Zuchthaus 1779/80 (FM. 8).
1912:
Die Errichtung des Bärenbades in Stubai-Obernberg 1550 (FM. 9).
1913:
Tiroler und Vorderösterreichische Bauhilfe (in Geld) für die Wiener Karlskirche (FM. 10, S. 132—138).
— Eine Episode aus Peter Anichs Alltagsleben (FM. 10).
— Johann Pirelli, Maler in Sillian (FM10).
1914:
Ein Brandunglück in Bludenz 1491 (FM. 11).
— Die Stiftung einer Schule für Schnan 1701 (FM. 11).
— Sterzinger Marmor für St. Stephan in Wien (Mbl. d. Wiener Altertumsvereines XI, S. 74 ff.).
1915:
Zur Lebensgeschichte des Malers Josef Adam Mölk (ZF. 59, S. 277—293).
— Der Zustand von Schloß Neurafen im Jahr 1603 (ZF. 59).
— Bauliche Umgestaltungen an der Burg „Altmonfort“ um 1750 (FM. 12, S. 243—261).
— Ausbesserungen am Kreuz auf der Martinswand bei Zirl 1642 (FM. 12).
— Die erfundene italienische Schule in Sterzing im 16. Jahrhundert (FM. 12).
— Tiroler und Vorarlberger an der Universität Dillingen (FM. 12).
— Ein Bauvertrag um die Kirche in Polling 1755 (FM. 12).
1916:
Nachrichten von Künstlern und Handwerkern aus den Landecker Verfachbüchern (1580—1715) (FM. 13, S. 121—188).
— Die Glockenausprobung in Arzl bei Imst 1665 (NTSt. v. 16. 12.).
— Eine Wohnaufnahme in Innsbruck 1628 (NTSt. v. 30. 12.).
— Der Irridentinismus in Tirol (ATA. v. 21. 6.).
— 2. Auflage von Josef Bergers „Mit den Tiroler Landesschützen in Rußland“.
1917:
Eine Auswanderung von Tirolern nach Amerika (FM. 14).
— Eine Auswanderung von Tirolern nach „Österreich“ (ATA. v. 1. 2.).
1918:
Die Volkszählung von 1754/55 in Tirol und ihr Ergebnis im Gericht Landeck (FM. 15, S. 77—88).
— Ein leidvolles Buch (FM. 15).
— Zwei Jubiläen des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich (NWWBl. v. 15. 9.).
— Welschtirols Deutschtum in Vergangenheit und Zukunft (ATA. v. 25. 2.).
1919:
Der geplante Gebietsraub in Niederösterreich (NTSt. v. 23. 7.).
— Alte Sprüche von der Sprachgrenze im Etschtale (NTSt. v. 2. u. 4. 7.).
— Der Maurerlehrbrief für Jakob Prandtauer (Mbl. X, S. 81 f.).
— Die Volkszugehörigkeit der Bozner im 15. Jahrhundert (ATA. v. 4.—7. 2.).
— Bozner Familiennamen um das Jahr 1400 (ATA. v. 15. 3.).
1920:
Die ehemalige Ansiedlung auf der Alpe Madon (Gemeinde Zams) (ATA. v. 30. 10.).
— Richtlinien für einen Zamser Lehrer (1779) (ATA. v. 9. 4.).
— Die Archivfrage in den neuen Provinzen („Meraner Tagblatt“ Nr. 239 f.).
1921:
Zwei Lienzer Maler („Lienzer Nachrichten“ v. 28. 5., 15. u. 18. 6.).
1923:
Die Volkszugehörigkeit der Bozner im 15. Jahrhundert (Schlschr. 3, S. 38—49).
— Bozner Familiennamen um das Jahr 1400 (Schlschr. 3, S. 49—55).
1925:
Von der verschwundenen Burg in Stronengg (Mbl. XI, S. 65—68).
— Die Gemeinde Unterstinkenbrunn erstrebt eine Pfarre 1784 (NWWBl. v. 27. 6.).
1926:
Costnitz oder Dörfles bei Ernstbrunn (Mbl. XII, S. 149 f. u. (1927) S. 26).
— Zwei langlebige Waldviertler (Mbl. XII, S. 7).
— Die Gradmessungen des P. Liesgang in Niederösterreich (Mbl. XII, S. 28 f.).
— Vom Rowisch in Niederösterreich (Wr. Ztschr. f. Volksk. 31, S. 104 ff.).
— Zur Herkunft des Baumeisters Josef Munggenast („Christl. Kunst“, 67. Jg. H. 1—3).
— Aus der Vergangenheit des Bauernstandes im Marchfeld, 17. und 18. Jahrhundert (Festschrift zu Ehren von E. v. Ottental) (Schlschr. 9, S. 79—88).
— Die Bibliothek Blumenschein in Maria Taferl (Rp. v. 1. 5.).
— Der Bau der Kirche von Hanftal (NWBl. v. 21. u. 28. 8.).
— Aus der Geschichte der kaiserlichen Bibliothek (Rp. v. 10. 1.).
— Stadtrechte einst und jetzt. Zur Geschichte niederösterreichischer Siedlungen (Rp. v. 20. 6.).
1927:
Nachrichten von Künstlern und Handwerkern aus den Verfachbüchern des Gerichtes Landeck, Tirol (1716—1799) (VF. 6, S. 123—170).
— Zwei Beispiele für die Entstehung der Neustift eines Ortes (Mbl. 12, S. 158 f.).
— Die Kuruzzenschäden in den Orten Lichtenwörth, Unter-Eggendorf und Zillingsdorf (Mbl. 12, S. 118 ff.).
— Eine Auswanderung von Tirolern nach „Österreich“ 1628—29 (THbl. 5, S. 135—139, 208—211).
— Eine vergessene Stigmatisierte aus Niederösterreich (Juliana Weißkirchner, 1824—62) (Rp. v. 30. 12.).
1928:
Der Bilderschmuck in Matthias Burgklehners „Tiroler Adler“ (VF. 8, S. 361—405).
— Ein verirrtes Grundbuch der Pfarre Kirchberg am Wagram (JbNÖ. 21/1, S. 197).
— Eine amtliche Landesbeschreibung Niederösterreichs (1822) (JbNÖ. 21/2, S. 277—306).
— Die Wirkung einer zu Wiener Neustadt gehaltenen Predigt (1708) (UH. 1, S. 357—362).
— Eingewanderte Tiroler in Neulengbach und Umgebung (Wwb. v. 21. 4.).
— Die Einschränkung der Zahl der Feiertage 1753, 1771 (Rp. v. 12. 8.).
1929:
Die angebliche Erfindung einer Dreschmaschine 1743 (UH. 2, S. 177—181).
— Inhaltsübersicht zu Blättern, Monatsblatt, Jahrbuch des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich für die Jahre 1891—1927.
— Ein versuchtes Kanzelverbot zu St. Stephan (Rp. v. 12. 12.).
— Die Helfer der Kranken auf dem Lande in älterer Zeit (vornehmlich im Gerichte Landeck) (TH. Nr. 3. II/1, S. 5—36).
1930:
Das Archiv für Niederösterreich (im Sammelwerk „Das Bundesland Niederösterreich 1920 bis 1930“, S. 454—460).
— Unbekannte ältere Bilder einiger Orte Niederösterreichs in Freising (JbNÖ. 23, S. 93—111).
— Hebt „alte und neue Schriften“ auf (Afr. S. 54—57).
— Alte Krippen in Niederösterreich (Rp. v. 21. 12.).
1931:
Die Versteigerung des Freisinger- bzw. Trattner-Hofes in Wien 1770/73 (UH. 4, S. 259 bis 265).
— Die Hausbesitzer von Mauer (b. Wien) vor 100 Jahren (HJM. S. 17—23).
— Vom Freisinger Hof in Mauer bei Wien (HJM. S. 71 ff.).
— Ein hartnäckiger Streik der Augsburger Schuhmachergesellen 1726—28 (Afr. S. 76—80).
— Schrifttum z. Erforschung d. grenz- und auslandsdeutschen Volks- und Kulturbodens 1929: „Niederösterreich“ und „Wien“, (Deutsche Hefte f. Volks- und Kulturbodenforschung 2, 1930/31; Bibliographie 1929, S. 55—58).
1932: Ein Versuch zur Bekämpfung des Flugsandes im Marchfeld (um 1770) (UH. 5, S. 79—93).
— Der Freisingerhof in Mauer bei Wien (HJM. S. 17—26).
— Die Industrie Niederösterreichs vor 1848 (Afr. S. 92—98).
— Kaspar Benedikt Hagleitner (THbl. 10, S. 86—89, 136—139).
— Bespr. von: Josef Mayer, Geschichte von Wiener Neustadt (JbNÖ. 25, S. 225—32).
1933:
P. Martin Riesenhuber O.S.B. † (UH. 6, S. 101—104).
— Ein unbekanntes Bild des Dorfes Anzbach von 1677 (UH. 6, S. 260—265).
— [Das kirchliche Leben in Mauer in der] Zeit von 1500—1783 (HJM. S. 38—78).
— Die Seelsorge [der Pfarre Mauer bei Wien] (HJM. S. 147—173).
— Wie unsere Vorfahren in Zeiten der Not zu helfen gesucht haben (Afr. S. 65—73).
— Vom abgekommenen Weinbau in Raipoltenbach (Wwb. v. 23. 12.).
— Schrifttum z. Erforschung d. grenz- und auslandsdeutschen Volks- und Kulturbodens 1930: „Niederösterreich“ und „Wien“ (Deutsche Hefte f. Volks- u. Kulturbodenforschung 3; Bibliographie 1930, S. 47—50).
— Bespr. von: Heimatkunde des Bezirkes Horn (UH. 6, S. 351—354).
1934:
Schulbauten in Groß-Enzersdorf, Propstdorf und Raasdorf 1787/88 (UH. 7, S. 57—62).
— Ein Versuch zur Belebung eines abgekommenen alten Kunsthandwerkes (Handschmiedekreuze in Niederösterreich) (UH. 7, S. 303—307).
— Abt Gerhard Weixelberger des Stiftes Heiligenkreuz (1660—1728) (HJM. S. 3—9).
— Schäden und Wiederaufbau in Niederösterreich nach der Türkenbelagerung Wiens 1683 (Afr. S. 51—57).
1935:
Öffentliche Ehrung erbgesessener Bauernfamilien in Österreich (UH. 8, S. 162—168).
— Die Lehensurkunden über die Herrschaft Mauer (HJM. S. 97—106).
— Die Sonn- und Feiertagsruhe in Wien und Niederösterreich in älterer Zeit (Afr. S. 67—72).
— Bespr. von: F. Scheibenreif, Orts- und Hauschronik von Trattenbach (UH. 8, S. 174).
1936:
Pater Joachim Haspinger in Niederösterreich (JbNÖ. 26, S. 169—196).
— Der festliche Einzug eines neuen Gutsherrn (Leopold Maria Graf von Dietrichstein in Sonnberg 1745) (UH. 9, S. 22—25).
— Geistl. Rat Anton Orha † (UH. 9, S. 333 ff.).
— Die Lehensurkunde von 1445 für Georg v. Eckartsau [f. d. Herrschaft Mauer] (HJM. S. 76—80).
— Die Herrschaft Mauer als Pfandschaft (HJM. 81—113).
— Aus der Vergangenheit der Pfarre Ober-St.-Veit (Ober-St.-Veiter Pfarrnachrichten I—XII).
— Das soziale Denken unserer Vorfahren (Afr. S. 36—41).
— Bespr. von: L. Moses, Die Juden in Niederösterreich (UH. 9, S. 264 ff., 298 f.).
1937:
Die Graf Windhagsche Stipendienstiftung („Waldviertel“ 10, S. 41 ff., 55 ff.).
— Die Lehensurkunde von 1456 um die Herrschaft Mauer (HJM. S. 55—60).
— Die Pfandschaftsinhaber der Herrschaft Mauer (HJM. S. 61—84).
— Schloß und Herrschaft St. Veit a. d. Wien (Ober-St.-Veiter Pfarrnachrichten I—XII).
— Aus der Vergangenheit der Volksschule in Niederösterreich (Afr. S. 62—68).
— Bespr. von: V. D. Ludwig, Der hl. Leopold; R. Vancsa, Ferdinand Raimund; L. Novak, Franz Liszt; G. F. Lithauer, Kaiser Franz Joseph I. (UH. 10, S. 135—138).
1938:
Das höhere Studium von Bauernsöhnen im Mittelalter und bis 1848 (Beispiele aus Niederösterreich) (JbNÖ. 28, S. 71—84).
— Eine Geschichte des Waldviertels (UH. 11, S. 102—111).
— Skizzen niederösterreichischer Orte von 1710—1740 (UH. 11, S. 221—225).
— Ein Bericht über die Türken zu Perchtoldsdorf im Jahre 1683 (HJM. S. 85—103).
— Die Pfarre Ober-St.-Veit (unvollendet) (Ober-St.-Veiter Pfarrnachrichten II, III).
— Die Nationalgarden im Jahre 1848 von Niederösterreich (Afr. S. 52—60).
1939:
Die Durchforschung niederösterreichischer Archive durch Hormayr 1812/13 (Archivalische Zeitschrift 45, München, S. 133—140).
1942:
Inhaltsübersicht zu dem Jahrbuch f. Landeskunde von Niederösterreich und zu dem Monatsblatt „Unsere Heimat“ 1928—1940.
1947:
(†) Ein amtlicher Bericht über Gebrechen in Niederösterreich (anläßlich der Volkszählung 1770) (UH. 18, S. 102—114).
Dr. Karl Lechner.