Die Bierzauberei

Bericht von der Exkursion mit der Hietzinger Bezirksakademie
20.10.2010

Wie kann man eine Region stärken? Ganz einfach so, wie es schon die Habsburger gemacht haben: Man holt Fachleute und bittet sie, sich hier anzusiedeln. Natürlich war/ist es mühsam und oft teuer, die begehrte Person von den Vorteilen einer Übersiedlung zu überzeugen. Daher ist es ein Glücksfall, wenn sich der Auserwählte in ein hiesiges Mädchen verliebt, hierher zieht und unter Einsatz seiner Ersparnisse einen neuen Betrieb gründet.

Auch Ober St. Veit soll von solchen Glücksfällen profitiert haben, zuletzt war es aber Brunn am Gebirge. Dorthin zog es den Diplom-Braumeister Günther Thömmes, der in der Leopold Gattringer-Straße 39 eine kleine Brauerei etablierte. Klein, aber oho! Umweltfreundlich und technisch "state of the art" werden hier obergärige Biere gebraut, die sich sehen und natürlich schmecken lassen können. Die Kleinheit gibt dem Braumeister zudem die Möglichkeit, sich höchst flexibel in der Komposition der Rohstoffe und im Biergeschmack den Kundenwünschen anzunähern. Aus den vielen klassischen und sogar historischen Rezepten (Günther Thömmes ist ja nicht nur Braumeister, sondern auch Fachbuchautor, Bierhistoriker und Romancier) ergibt sich natürlich ein weites Spektrum. Die "Bierzauberei" ist überdies eine bunte Brücke in der Brunner Lokalgeschichte, denn mit ihr wird nach dem 1929 passierten Ende der Brunner Brauerei, einst eine der größten Brauereien der österreichisch-ungarischen Monarchie, die Brautradition nach rd. 80 Jahren mit einer der kleinsten Brauereien Österreichs fortgesetzt, fast könnte man sagen: neu erfunden.

Nun zog es auch die Hietzinger Bezirksakademie nach Brunn am Gebirge, um Günther Thömmes Werk zu besichtigen und seine Biere zu kosten. Dies geschah direkt in der Brauerei und anschließend in einem naheliegenden Lokal. Die Exkursion gipfelte in der Wahl des Hietzinger "Akademiebieres". Aus drei Frischbieren wurde durch individuelle Bewertung der 22 Teilnehmer das Siegerbier ausgesucht. Gewonnen hat das Helle, auch "Austria Pale Ale" genannt. Ein klassischer Biertyp, der behutsam an die Vorlieben der heimischen Biertrinker angepasst wurde. Von hellerer Farbe und leicht reduziertem, aber dennoch vollem Aroma des Cascade-Hopfens. Und natürlich naturbelassen wie alle Biere der Bierzauberei, die ungefiltert und ohne Kohlensäure-Zusatz in Bügelverschlussflaschen gefüllt werden. Bis Weihnachten kann dieses Bier über die Hietzinger Bezirksakademie, Herrn Heinzpeter Thiel, bezogen werden. Die 1/2-Liter Bügelflasche kostet 2 Euro plus 1,10 Euro Flascheneinsatz und wird direkt zugestellt.

Mehr zur Bierzauberei erfahren Sie auf der Homepage des Unternehmens: www.bierzauberer.info.

Im Folgenden ein paar Fotos von der Veranstaltung:

hojos
Wien, am 21. Oktober 2010

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