Regulierungsentwurf zum Wienfluss

1781

Der Statuarius Wilhelm Bayer stellt einen Regulierungsentwurf für den Wienfluss vor, "da das Wohnen am Wienfluss schädlich angesehen und den Ausdünstungen des Wassers an den häufig auftretenden Fäulungsfiebern und epidemischen Krankheiten ein nicht geringer Anteil zuzuschreiben ist". Vier Fischteiche im Kloster Mauerbach sollen herangezogen werden um den Wienfluss mit einer ausreichenden Menge Wasser zu versehen. Um das Versickern des Wassers im Flussbett zu verhindern, sollen die öden Gründe, welche infolge des Umbauens der Auen entstanden sind, wieder angepflanzt, die Sandgewinnung geregelt, die Schwellung des Flusses durch die Fischer vermieden und alle Quellen und Gewässer zusammengezogen werden.

Der Regulierungsentwurf von Wilhelm Bayer soll nicht der einzige aus diesem Jahr gewesen sein. Der "Magistrat-Sanitatis" Bock soll ebenfalls eine Regulierungsentwurf vorgelegt haben, und in diesem soll das Wohnen am Wienfluss wegen seiner "Ausdünstungen" als schädlich erklärt worden sein (Mitteilung Prof. Helmut Bouzek).

Quellen:
Fenster in die Vergangenheit - auch Grundbücher schreiben Geschichte

Franz Twaroch

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